veranstaltungen
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22.12.2006
Großartige Nachrichten!!! - die elf jungen Anarchisten, die eingesperrt und gefoltert worden, mit dem Vorwurf Mitglieder einer Maoistischen Guerillakämpfergruppe zu sein, sind nun endlich entlassen worden. Mit der Gerichtsentscheidung vom 21. Dezember 2006, wurde der Vorwurf „vielfacher Mord und Brandstiftung“ aus Mangel an Beweisen vom Richter Benigno Galacgac des Benguet Regionalamtsgerichtes fallengelassen.
Nach monatelanger geistiger und physischer Folter sind sie jetzt endlich wieder „frei“. Die Freilassung erfolgte letztendlich aus Mangel an Beweisen - dieses geht aus einer Presseerklärung einer
UnterstützerInnengruppe hervor.
Weder Entschädigung für die psychische Folter noch für den physisch ausgeübten Druck - einzig und allein die Erfahrungen sind ihnen geblieben.
Die Sagada 11 bedanken sich bei all denjenigen, die bei der Kampagne - sei es auf der Straße oder im Internet, lokal und weltweit - halfen. Und wieder hat ein Justizsystem versucht Menschen klein zu kriegen und wieder haben sie es nicht schaffen
können...
...Solidarität ist eine Waffe!!!
Willkommen zurück in der Freiheit!!!
11 Anarchopunks auf den Philippinen festgenommen!
Am 14. Februar 2006 wollte eine Gruppe von elf Anarchopunks aus allen Teilen der Philippinen nach Sagada fahren. Sagada ist ein berühmter Ort zum Wandern und Zelten in den Bergen von Northern Luzon. Die Leute kannten sich von Gruppen wie „Food not Bombs“ und „Earth First“, und sie waren auf dem Weg zu einem wunderbaren Ausflug an einem der besten Naturorte der ganzen Philippinen. Sie sind nie an ihrem Ziel angekommen.
Alle Gefangenen können zumindest etwas Englisch verstehen. Sie sind sehr daran interessiert mit anderen AnarchistInnen in Kontakt zu treten und mehr über Punk und Aktivismus zu erfahren, wie natürlich auch über das alltägliche Leben im Rest der Welt. Über Konzertplakate und Photos, Flyer, Aufkleber, Aufnäher, T-shirts würden sie sich auch freuen, aber bedenkt immer dabei, dass ihnen die Mitgliedschaft in einer kommunistischen Guerillagruppe vorgeworfen wird und deswegen extrem politische Materialien gegen sie verwendet werden können. Die Solidaritätsaktionen, welche stattgefunden haben, haben eine sehr positive moralische Wirkung auf die Gefangenen gehabt, besonders wenn Fotos von den Aktionen geschickt wurden. Außerdem werden Geldspenden benötigt für alltägliche Notwendigkeiten im Knast und für Reisekosten und so weiter für Angehörige und Freunde, welche die Gefangenen besuchen wollen. Dazu muss auch gesagt werden, dass sich die Familien um ganz legale Situationen kümmern, da die AnwältInnen nur mit ihnen verhandeln wollen. Um weitere Informationen zu erhalten und über die Möglichkeiten Geld zu spenden, könnt ihr „Solidarity South Pacific“ kontaktieren: solidaritysp@lycos.com (Bitte auf Englisch schreiben!)
Darwin Alagar, Zelle 1 (21 Jahre alt)
Rundren Lao, Zelle 3 (24 Jahre alt)
Jefferson Dela Rosa, Zelle 3 (22 Jahre alt)
Metro Villegracia, Zelle 4 (24 Jahre alt)
Neil Russell Balajadia, Zelle 5 (25 Jahre alt)
Ronron Pandino, Zelle 8 (23 Jahre alt)
Arvie Nunez, Zelle 8 (23 Jahre alt)
Aldous Christian Mafosa , Zelle 9 (19 Jahre alt)
Anderson Alonzo, Zelle 12 (18 Jahre alt)
Briefe können an diese Adresse gesandt werden:
(Name und Zellennummer),
c/o Jail Warden James Simon,
Benguet Provincial Jail,
Justice Hill, La Trinidad,
Benguet 2601,
Philippines
Bitte verbreitet die Informationen weiter, die Gefangenen sind seit neun Monaten im Knast und haben bis jetzt leider sehr wenig internationale Unterstützung erhalten.